Der Peronismus

Ein MechanikerUnter Peronismus versteht man eine bürgerlich nationalistische Bewegung. Ursprünglich fasste der Peronismus nach dem zweiten Weltkrieg Fuß und zwar, und das ist das Besondere daran, auch in der Arbeiterklasse. Die drei Herrschaftsphasen des Peronismus, die Argentinien prägten, erstreckten sich auf die Zeiträume von 1946-1955, von 1973-1976 und von 1989-1999. Der Peronismus als solches trat dabei stets als unabhängige Kraft des politischen und sozialen Ausgleichs auf.

 

 

Urspünge

Historisch gesehen lässt sich der Peronismus eng mit dem Wirtschaftsaufschwung Argentiniens in der Zwischenkriegszeit verbinden. Dieser wirtschaftliche Aufschwung seinerseits wurde wiederum stark von der Arbeiterbewegung begleitet. Im Jahre 1943 jedoch, drohte ein Staatsstreich, gegen den die kommunistische Partei einen Generalstreik anführte. Mit diesem Generalstreik begann dann sozusagen auch der Peronismus, seinerzeit in Person von Juan Peron. Somit begann auch dessen politische Karriere. Seinerzeit war Peron frisch zurück von einem Studienaufenthalt im damals faschistisch orientierten Italien. Er was zur Zeit des Generalstreiks Mitglied des Generalstabs von Argentinien. Was führte aber nun zu der unglaublichen Beliebtheit dieses Juan Peron und wie kam es, dass der Peronismus eine so prägende und Einflussreiche Bewegung wurde? In erster Linie kann man wohl Perons Erfolg der Tatsache zuschreiben, dass er sich strikt weigerte, sich den damals üblichen Herrschaftsmitteln anzugliedern. Vielmehr setzte er auf die rechten Gewerkschaftsführer und lockte sie mit verschiedenen Angeboten, wenn sie ihrerseits gegen die Radikalen aus den eigenen Reihen vorgehen würden. Im Zuge dessen verband er mit diesen Angeboten auch gekonnt, zunächst auch unbemerkt, die Unterdrückung der linken Gewerkschafter und den damit in Verbindung stehenden Organisationen.

Leistungen des Peronismus

Da nun im Zuge dieser taktisch recht gut gewählten Maßnahmen Perons, die Kämpfe aufhörten, hatte er sozusagen erstmals die Rolle des Retters Argentiniens inne. Er wird daraufhin unter anderem Vizepräsident und schnürte ein Reformpaket. Dieses beinhaltete unter anderem die Einführung eines Arbeitsgerichtes, Pensionen, aber auch eine Unfallversicherung wurde eingerichtet. Auch der Ausbau der sozialen Leistungen war in diesem Reformpaket enthalten, dies wurde jedoch stark von der Gewerkschaftsbürokratie überwacht. Juan Peron führte Argentinien in die Richtung eines Sozialstaates. Er setzte vieles durch, wofür die Arbeiterbewegungen hart und lange gekämpft hatten. Auch heute noch ist die argentinische Gewerkschaftspolitik stark von den Einflüssen des Peronismus geprägt.

Eva Peron

Nun bringen viele Menschen mit dem Peronismus zwangsläufig auch Eva Peron in Verbindung, doch welche Rolle spielte sie eigentlich? Eva Peron ist eine Frau, über die die Meinungen auseinandergehen, wie kaum bei einer anderen. Für die Einen war sie die Übermutter schlechthin für die argentinische Nation, die anderen beschimpften sie schlichtweg als machthungrige Hure, die nur darauf bedacht war, sich stets ihren eigenen Vorteil zu sichern. Und auch wenn sie die erste Frau in der Geschichte Südamerikas war, die in der Politik eine völlig eigenständige Rolle spielte und ihr dieses viele Menschen übel nahmen, da sie der Ansicht waren, als First Lady habe sie sich dezent im Hintergrund zu halten. Wie auch immer die Rolle der Eva Peron ausgelegt wird, Fakt ist, und es kommt niemand drum rum, dies zu bestätigen, der Peronismus verhalf dem Land Argentinien und seiner Bevölkerung zu einem Aufschwung, der einen gewissen Wohlstand nach sich zog, der so in der Form nicht wieder erreicht wurde.

Foto: Wikimedia

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